Unsere LIEBSTEN, die leider schon auf die REGENBOGENBRÜCKE gehen mussten

 

 
Mirage
 

Malheur

Fuzzy Xitus    

 

Multichamp. Mirage

11. Nov. 1988 - 23. Juni 2002

  Wir war´n zwei Detektive, die Hüte tief im Gesicht
alle Straßen endlos, Barrikaden gab´s für uns doch nicht

Du und ich, das war - einfach unschlagbar
ein Paar wie Blitz und Donner
und immer nur auf brennend heißer Spur

Wir war´n so richtig Freunde
für die Ewigkeit, das war doch klar
haben die Wolken nicht geseh´n
am Horizont - bis es dunkel war

und dann war´s passiert - hab es nicht kapiert
ging alles viel zu schnell
doch zwei wie wir die dürfen sich nie verlier´n

hinter´m Horizont geht´s weiter - ein neuer Tag
hinter´m Horizont immer weiter - zusammen sind wir stark
das mit uns geht so tief rein, das kann nie zu Ende sein
so was Großes geht nicht einfach so vorbei

hinter´m Horizont gehts weiter...................

( Udo Lindenberg )
 

 

Am 23. Juni 2002 mußten wir Mirage über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Was hatte er in den letzten eineinhalb Jahren alles mitgemacht. Weihnachten 2000 ein Bandscheibenvorfall - er war gelähmt! Der Tierarzt wollte ihn einschläfern, da er dachte, Mirage steht nie wieder auf. Aber mein Junge und ich habe fleißig geübt und viel gearbeitet und so zusammen wieder laufen gelernt. Mitte letzten Jahres mußte ihm eine Zehe amputiert werden. Ich hatte eine Scheiß-Angst vor der Narkose. Aber Miri hat auch das locker hinter sich gebracht. Letztes Weihnachten dann die Medikamentenvergiftung. Er lag mit Jingle und Gentille tagelang bei uns in der Küche am Tropf und keiner, der die Hunde sah, glaubte daran, daß sie jemals wieder laufen würden. Ich kann nicht sagen, wie wir es wieder geschafft haben die drei auf die Beine zu bringen, jedenfalls waren eine Menge Glück und Liebe dazu notwendig.
Während Gentille wieder ganz die Alte wurde, hatte Jingle (auch auf Grund ihres Gewichtes einige Probleme). Mirage war einige Wochen fast wieder der Alte, dann allerdings fing er langsam an abzubauen. Das war für uns aber gar nicht so schlimm. Solange er noch sein Futter liebte und 3 - 4 mal am Tag eine kleine Runde im Garten machte und vor allem sich über uns freute war alles OK. Als er dann plötzlich hinten nicht mehr hoch kam, halfen wir ihn eben. Er hatte einen bestimmten Ton beim Bellen, der uns sagte, daß er nach draußen wollte. Also gingen wir zu ihm und hoben ihm den Po hoch. Dann allerdings lief er gemütlich seine Runde im Garten. Doch plötzlich konnte er nicht mehr stehen bleiben, wenn wir ihn hoch gehoben hatten. Er fiel einfach wieder zusammen. Unser Tierarzt kam jede Woche vorbei um ihn zu untersuchen. Sein kleines Herz schlug immer schwächer. Ich wußte was das bedeutet ... ! Aber ich wollte die Hoffnung einfach nicht aufgeben. Er durfte mich doch nicht alleine lassen ... ! Ich hoffte das er wie unsere Mini einfach einschlafen würde. Auch unser Tierarzt glaubte daran. Aber dann wurde es jeden Tag schlimmer. Plötzlich hat er dann nichts mehr gefressen. Wasser wollte er auch nicht mehr trinken. Ich war völlig verzweifelt!
Dann rief ich Silke an (sie ist Tierärztin und hat einen Sohn von Mirage: CH Ialor). Ich erzählte ihr alles und sie versprach am Sonntag zu kommen. Ich wußte genau, was dies bedeutet. Am Samstag Abend ging es ihm dann sehr schlecht und ich dachte schon ...! Aber er konnte nicht gehen. Er wußte, wie sehr ich leiden würde! Inzwischen hatte Mirage schon 48 Stunden kein Pipi mehr gemacht! In dieser, unserer letzten Nacht, lag ich mit meinem Miri im Wohnzimmer auf einer Matratze. Ich erzählte ihm noch mal unser ganzes Leben, was wir alles erlebt hatten und wie sehr ich ihn doch liebe. Die ganze Nacht kuschelten wir uns aneinander und nahmen Abschied. Es war so schrecklich! Ich wußte, er mußte gehen und Mirage wußte es auch - aber wir konnten Beide nicht loslassen!
Am Sonntag ist dann Silke viele Stunden gefahren um bei uns zu sein. Um Mirage auf dem letzen Weg über die Brücke zu begleiten! (Vielen lieben Dank Silke, ich werde Dir das nie vergessen). Am Nachmittag war es dann so weit. Mirage hatte große Schmerzen und ich wußte, ich durfte ihn nicht länger halten. Silke gab ihm dann die letzte Spritze, während er in meinen Armen lag ...! Es ging dann sehr schnell ... sein Herz hatte keine Kraft mehr. Ich dachte, ich müsse sterben! Ich wäre mitgegangen, wenn Mirage es gewollt hätte ...!

Mein Leben - meine Liebe - mein Mirage!

Jetzt ist er auf der anderen Seite der Brücke angekommen. Alle seine Freunde haben auf ihn gewartet. Ganz vorne stand bestimmt unsere Mini um ihren Mirage zu begrüßen. Dort werden sie alle eines Tages auch stehen, wenn ich über diese Brücke gehe. Schlaf gut Mirage und wartet auf mich ... ich werde auch bald bei Euch sein!

Ich liebe Dich Mirage.