Am 23. Juni 2002 mußten wir
Mirage über die
Regenbogenbrücke gehen lassen.
Was hatte er in den letzten eineinhalb Jahren alles
mitgemacht. Weihnachten 2000 ein Bandscheibenvorfall - er
war gelähmt! Der Tierarzt wollte ihn einschläfern, da er
dachte, Mirage
steht nie wieder auf. Aber mein Junge und ich habe fleißig
geübt und viel gearbeitet und so zusammen wieder laufen
gelernt. Mitte letzten Jahres mußte ihm eine Zehe amputiert
werden. Ich hatte eine Scheiß-Angst vor der Narkose. Aber
Miri hat auch das
locker hinter sich gebracht. Letztes Weihnachten dann die
Medikamentenvergiftung. Er lag mit Jingle und Gentille
tagelang bei uns in der Küche am Tropf und keiner, der die
Hunde sah, glaubte daran, daß sie jemals wieder laufen
würden. Ich kann nicht sagen, wie wir es wieder geschafft
haben die drei auf die Beine zu bringen, jedenfalls waren
eine Menge Glück und Liebe dazu notwendig.
Während Gentille
wieder ganz die Alte wurde, hatte
Jingle (auch auf
Grund ihres Gewichtes einige Probleme).
Mirage war einige
Wochen fast wieder der Alte, dann allerdings fing er langsam
an abzubauen. Das war für uns aber gar nicht so schlimm.
Solange er noch sein Futter liebte und 3 - 4 mal am Tag eine
kleine Runde im Garten machte und vor allem sich über uns
freute war alles OK. Als er dann plötzlich hinten nicht mehr
hoch kam, halfen wir ihn eben. Er hatte einen bestimmten Ton
beim Bellen, der uns sagte, daß er nach draußen wollte. Also
gingen wir zu ihm und hoben ihm den Po hoch. Dann allerdings
lief er gemütlich seine Runde im Garten. Doch plötzlich
konnte er nicht mehr stehen bleiben, wenn wir ihn hoch
gehoben hatten. Er fiel einfach wieder zusammen. Unser
Tierarzt kam jede Woche vorbei um ihn zu untersuchen. Sein
kleines Herz schlug immer schwächer. Ich wußte was das
bedeutet ... ! Aber ich wollte die Hoffnung einfach nicht
aufgeben. Er durfte mich doch nicht alleine lassen ... ! Ich
hoffte das er wie unsere
Mini einfach einschlafen würde. Auch unser Tierarzt
glaubte daran. Aber dann wurde es jeden Tag schlimmer.
Plötzlich hat er dann nichts mehr gefressen. Wasser wollte
er auch nicht mehr trinken. Ich war völlig verzweifelt!
Dann rief ich Silke an (sie ist Tierärztin und hat einen
Sohn von Mirage:
CH Ialor). Ich
erzählte ihr alles und sie versprach am Sonntag zu kommen.
Ich wußte genau, was dies bedeutet. Am Samstag Abend ging es
ihm dann sehr schlecht und ich dachte schon ...! Aber er
konnte nicht gehen. Er wußte, wie sehr ich leiden würde!
Inzwischen hatte Mirage
schon 48 Stunden kein Pipi mehr gemacht! In dieser, unserer
letzten Nacht, lag ich mit meinem
Miri im
Wohnzimmer auf einer Matratze. Ich erzählte ihm noch mal
unser ganzes Leben, was wir alles erlebt hatten und wie sehr
ich ihn doch liebe. Die ganze Nacht kuschelten wir uns
aneinander und nahmen Abschied. Es war so schrecklich! Ich
wußte, er mußte gehen und
Mirage wußte es
auch - aber wir konnten Beide nicht loslassen!
Am Sonntag ist dann Silke viele Stunden gefahren um bei uns
zu sein. Um Mirage
auf dem letzen Weg über die Brücke zu begleiten! (Vielen
lieben Dank Silke, ich werde Dir das nie vergessen). Am
Nachmittag war es dann so weit.
Mirage hatte
große Schmerzen und ich wußte, ich durfte ihn nicht länger
halten. Silke gab ihm dann die letzte Spritze, während er in
meinen Armen lag ...! Es ging dann sehr schnell ... sein
Herz hatte keine Kraft mehr. Ich dachte, ich müsse sterben!
Ich wäre mitgegangen, wenn
Mirage es gewollt hätte ...!
Mein
Leben - meine Liebe - mein
Mirage!
Jetzt ist er auf der anderen Seite der Brücke angekommen.
Alle seine Freunde haben auf ihn gewartet. Ganz vorne stand
bestimmt unsere Mini
um ihren Mirage
zu begrüßen. Dort werden sie alle eines Tages auch stehen,
wenn ich über diese Brücke gehe. Schlaf gut
Mirage und wartet
auf mich ... ich werde auch bald bei Euch sein!
Ich liebe Dich Mirage.